Iceland – Details der Reise

Im August 2013 machten Julia und ich uns auf den Weg in Richtung Norden mit dem Ziel Island zu erforschen.
Unser Vorhaben war, auf 14 Tagen so viel wie nur irgendwie möglich auf eigene Faust und mit geliehenem Mietwagen von der Insel zu sehen.

Schon beim Verlassen des Flughafens in Kevlavik bemerkten wir dass wir uns in den nächsten Tagen in ganz anderem Terrain bewegen werden als das das wir gewohnt sind. Bei sehr windigen 10°C ging unsere Tour los in Richtung Reykjavikwo in der Freyjugata, irgendwie ist man Freyung, egal wo man sich auf diesem Erdball aufhält, doch nicht ganz so fern.
Nach dem ersten Aklimationstag in der Hauptstadt von Island ging die Reise weiter in Richtung Snæfellsnes. Schon von weitem aus konnte man die ständig mit Schnee bedeckte Spitze des Snæfellsjökull erkennen. Dieser wies uns den Weg sicher an seinen Naturschönheiten vorbei. Der Eldborg Krater und der Kirkjufell Wasserfall waren die zwei bekanntesten. Als wir den Namen Stykkishólmur auf dem Ortsschild zu lesen konnten war uns klar wir würden bald zu einer Fährenfahrt zu den Westfjorden aufbrechen. Diese wurden überall als ziemlich menschenleer beschrieben.
In den Westfjorden angekommen bemerkten wir schnell dass dieser Teil Islands wieder mit neuen ungeahnten Abenteuern auf uns warten würde.
Das Erste kam dann auch ziemlich rasch und zwar war das die Strecke zum Vogelfelsen Látrabjarg. Die “Straße” war wirklich alles andere als das wir als gut ausgebaut beschreiben würden. Auch verstanden wir die ganzen Geschwindigkeitsbeschränkungen nicht wirklich weil wir von Haus aus gut 10-20 km/h langsamer daran vorbei fuhren.
Wir brauchten für die einfache Strecke von ca. 30 km etwa eineinhalb Stunden!
Der Ausblick auf die Klippen war wirklich sehr lohnenswert und auch die Papageientaucher sowie kleinere wie größere Möwen waren dort zahlreich anzufinden und gut zu beobachten.
Auf unserer Weiterfahr durch die Westfjorde kamen wir an zahlreichen Naturspektakeln vorbei. Ein sehr markantes war der Dynjandi Wasserfall. Kurz darauf lud ein ca. 40°C warmer Pool inmitten einer frischen Fjordlandschaft zum Outdoor-Badeerlebnis ein. Kneipen in gigantischer norländischer Kulisse war möglich indem man den Badeort wechselte, sprich vom Pool in den Fjord und noch schneller wieder zurück.
Mit zahlreichen positiven Erinnerungen verließen wir die Westfjorde wieder mit dem Ziel Hvammstangi. Ein kleiner Ort mit unserer nächsten Unterkunft, gelegen im Norden von Island und nicht weit von einem Elch-ähnlichen Felsen im Nordmeer entfernt. Diesen besuchten wir und kamen auf unserer Fahrt dort hin an zahlreichen Island Pferden vorbei.
Bei unsere Weiterfahrt zum Mývatn stoppten wir noch beim Goðafoss und bezogen dann, kurz vor dem Mückensee, in Stöng unser Nachtquartier. Als wir hier um ca. 1 Uhr Nachts die Abenddämmerung vor unserem Fenster sahen wurde uns bewußt wie weit nördlich wir uns doch befanden.
DimmuborgirNámafjall und Krafla waren die darauffolgenden großen Namen die es zu bestaunen galt bevor uns die Piste noch ein weiteres Stück in Richtung Norden führte genauer gesagt in Richtung Ásbyrgi und Dettifoss. Dieser war wohl eines der Highlights unserer gesamten Tour. Unglaublich diese unbändige Kraft der Natur mit eigenen Augen zu bestaunen.
Nach diesen vielen Tagen auf dieser doch recht kahlen Insel ging es nun in’s waldreichste Gebiet auf Island, nach Egilsstadir. Wir bezogen unsere nächste Unterkunft, eine Blockhütte im Wald. Nicht weit entfernt machten wir eine kurze Tour zum Hengifoss-Wasserfall.
Nachdem es am darauffolgenden Tag durch die Ostfjorde ging, standen die nächsten Tage weitere Big-Names auf dem Programm.
Der Jökulsárlón zeigte sich uns von seiner vernebelten Seite, was allerdings die Robben nicht davon abhielt ein wenig ihrer Neugier zur Schau zu stellen als wir mit dem Schlauchboot eine Gletscherlagunentour machten. Eisig kalt und ziemlich rasant ging es teilweise an denen im Gletschersee treibenden Eisberge vorbei.
Vík í Mýrdal war und ist wohl der finsterste und furchteinregenste Strand den wir jemals gesehen haben. Voran sicherlich auch die starke Strömung und das düstere Wetter nicht ganz unbeteiligt waren.
Der Golden Circle dagegen, mit seinem mächtigen Wasserfall, dem Gullfoss, zeigte sich dafür von seiner goldensten Seite und geizte auch nicht mit dem ein oder anderen Regenbogen.
Auch Strokkur bließ seine Wassersäule ca. 35 m für uns aus dem Boden.
Letztendlich hat sich für uns wirklich der goldene Kreis geschlossen und wir machten uns noch auf ein letztes Abenteuer. Wir kamen in das Gebiet wo sich die Erde teilt. Zum Þingvellir Nationalpark.
Zum Abschluß noch zweit Tage in Reykjavik und schon ging’s wieder nach Hause und dort hieß es erst einmal diese vielen Eindrücke zu verarbeiten.

Danke Iceland, schön war’s!

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